Kühne, aber sinnvolle Idee: z.T. autofreie Innenstadt in HP durch Shuttlebusanbindung
Den Ausbau von weiteren Parkflächen in den Städten, hier z.B. Heppenheim, würde ich gerne in Grenzen halten. Wie wir ja auch bereits von den Straßen gelernt haben: ein Mehr bringt keine Entspannung, sondern noch mehr Verkehr. Stattdessen könnte man einen Teil der Parkplätze in die Stadtgrenze legen und von da aller 5 bis 10 Minuten einen Shuttlebus in die Innenstadt fahren lassen. Bei HP würde der Weg maximal 5 Minuten dauern.


Kommentare
am 23. Jun. 2018
um 15:22 Uhr
Idee ist vernünftig - aber politisch heißes Eisen
Diese Idee ist überhaupt nicht Kühn, sondern absolut vernünftig, um die Innenstadt in ihrer Aufenthaltsfunktion zu stärken.
Nicht auszudenken, wie man die freiwerdenden Flächen sinnvoller nutzen könnte, als mit dem Zuparken von Stehzeugen (z.B. für Spielplätze, neue Geschäfte, Grünflächen...) .
"Stehzeug" deshalb, da die angeblichen "Fahrzeuge" erwiesenermaßen 22-23 Stunden pro Tag nur rumstehen und oft den Platz für andere Nutzungen rauben. Anderen Menschen wird sogar oft ihre Mobilität erschwert (man denke nur an zugeparkte Bürgersteige oder Radwege - oft bei eigtl. vorhandenen Einfahrten, Privatgaragen oder kaum ausgelasteten Parkhäusern). Ich sehe das Problem also nicht nur in der Innenstadt, sondern vor allem auch in Wohngebieten.
Politisch ist aber gerade das Thema Parken oder Platz zugunsten anderer Nutzungen/Verkehrsmittel "umverteilen" ein heißes Eisen. Viele Menschen fühlen sich (zu unrecht) verunsichert, wenn man mit solchen Ideen kommt, weil sie Angst haben, dass man ihnen ihren Parkplatz wegnimmt und damit ihre Mobilität eingeschränkt. Selten setzen sich diese Leute mit Alternativen auseinander weil sie keine Vorstellung haben, wie es anders aussehen könnte...
Dabei machen sie sich selbst kaum bewusst, dass sie durch ihr Verhalten - meist unbewusst - anderen schaden (z.B. wenn zugeparkte Bürgersteige querenden Fußgängern die Sicht auf Straße erschweren oder Kinderwägen/Rollstühle nicht durchkommen).
Hier muss man durch attraktive Angebote (wie z.B. einem wie auch immer gearteten Shuttleverkehr - meinetwegen auch autonom, einem akzeptablen ÖPNV-Angebot, damit die Leute gar nicht erst ins Auto steigen müssen) offensiver agiert werden. Im Moment sind die Alternativangebote im Kreis für einen (wenigstens weitestgehenden) Verzicht auf den eigenen Pkw für einen Großteil der Bevölkerung leider unzureichend.
Ich sehe für solche eigentlich wichtigen Zukunftsthemen leider weder politische Initiativen, noch einen entsprechenden Willen im Kreis - ganz zu schweigen von den Kommunen. Wir brauchen eigentlich eine kreisweite Mobilitätsstrategie "VISION Mobilität im Kreis Bergstraße", die solche Ideen aufgreift und ausführlich mit Experten diskutiert.